Am letzten Sonntag startete ich bei meiner zweite Europameisterschaft. Schon im vergangenen Jahr war ich in Wiesbaden am Start und wusste, dass es nicht einfach werden würde. Die Strecke durch den Taunus ist schon sehr anspruchsvoll, hinzu kam ein Startfeld der Extraklasse! Über 60 Profimänner waren gemeldet, gespickt mit Topstars der Szene. Es war einer EM würdig.

Der Vortag und der Rennmorgen verliefen unspektakulär, ich fühlte mich gut und war bereit für das Rennen. Der Startschuss fiel um 8Uhr. Es wurde im Gegensatz zum letzten Jahr vom  Ufer als Landstart gestartet. Der Bereich war allerdings für die Anzahl von Athleten nicht gerade groß und so ging es ziemlich eng zu. Meine Startposition war nicht die Beste, ich kam schlecht weg und hatte von Beginn an Probleme dem Tempo der Spitze zu folgen. Mit einem Abstand von ca. 40 Sekunden erreichte ich die erste Wechselzone. Gemeinsam mit dem späteren Sieger Andreas Dreitz machte ich mich auf die Verfolgung der großen Gruppe. Wir schlossen die Lücke und damit war die Ausgangssituation keine schlechte. Das Tempo war hoch und ich fand mich nach den ersten Anstiegen in der zweiten Gruppe wieder. Zusammen mit Rudi Wild und Alessandro Degasperi konnte ich mich dann etwas absetzen. Kurz vor dem langen Anstieg hoch zur Platte überholte uns Boris Stein und forcierte das Tempo. Im Anstieg verlor ich leidet etwas den Kontakt und war von da an auf mich alleine gestellt. Ich fuhr ordentlich aber der Abstand nach vorne wuchs kontinuierlich. Die „zweite“ Schleife kostete mich enorm viel Kraft. Als ich die Wechselzone in Wiesbaden erreicht lag ich auf Position 14, die Top Ten war 3 Minuten weg. Eine schwere Aufgabe. Ich lief ordentlich los und konnte mich schnell einen Platz weiter nach vorne arbeiten. Leider wurden die Beine von Runde zu Runde schwerer. So musste ich noch ein paar Plätze hergeben und erreichte das Ziel nach 4:16:30 Stunden. Platz 17. Damit bin ich nicht unzufrieden, sicherlich ist das Rennen in ein, zwei Situationen nicht gut für mich gelaufen, aber eine Top 20 in diesem starken Feld ist ganz okay.




Ein Dank geht an Alle an der Strecke! Egal ob Familie, Trainer, Betreuer, Bekannte oder einfach nur Zuschauer. Die Stimmung war großartig!

Als nächstes steht das Highlight der Saison an! Ironman 70.3 World Championship! Mooloolaba, Australien!  Schon am kommenden Sonntag geht der Flieger. Ich hab ziemlich Bock!! Es wird meine erste Weltmeisterschaft als Profi, es ist mein erster Trip nach Australien, ich freu mich! Der Startschuss fällt am 04.September um 6:15Uhr Ortszeit.

Bis dahin, bleibt sportlich

Euer Paul